Brutto-Netto Lohnberechnung

Die wiederkehrende Frage: Wie gut ist das eigene Gehalt?

In Deutschland ist es üblich, dass Arbeitgeber Bruttogehälter angeben, wenn sie eine Stellenausschreibung machen oder mit einem Mitarbeiter über eine Gehaltserhöhung verhandeln. Aus ihrer Sicht ist dies schlüssig: Denn sie müssen das Bruttogehalt bezahlen, folglich interessieren sie sich mehr dafür, welchen Betrag sie selbst aufwenden müssen, um einen Arbeitnehmer beschäftigen zu können. Dieser kann seinerseits jedoch recht wenig mit dem Bruttogehalt anfangen: Steuern, Beiträge für die Sozialversicherungen und die Beiträge für die Krankenkasse kommen ja ohnehin nicht bei ihm an. Der Arbeitnehmer interessiert sich deshalb mehr für sein Nettogehalt. Um einschätzen zu können, wie gut das Gehaltsangebot eines Arbeitgebers ist oder wie viel eine Bruttogehaltserhöhung wirklich wert ist, braucht er deshalb den bereinigten Nettobetrag.

Wie berechnet man ein Nettogehalt?

Ist man bei einem Arbeitgeber bereits angestellt, so kann dieser einem in aller Regel sagen, wie viel Geld von einer Bruttogehaltserhöhung netto übrig bleibt. Ähnliches gilt für den Moment, wenn man bei einem Vorstellungsgespräch im Büro des potenziellen Arbeitgebers sitzt. Diese wissen natürlich auch, dass die künftigen Arbeitnehmer größeres Interesse an dem Nettogehalt haben und können die entsprechende Zahl meist nennen. Schwieriger wird es schon dann, wenn man auf Stellensuche ist und verschiedene Stellenangebote durchforstet, die alle ein Bruttogehalt angeben. Die wenigsten Menschen können dabei von alleine berechnen, wie viel Geld ihnen davon netto bliebe, denn kaum jemand weiß, wie hoch eben die Beiträge für die einzelnen Versicherungen wären und mit welchem Steuersatz gearbeitet werden müsste. Das Internet bietet hierfür jedoch eine clevere Lösung: Den Gehaltsrechner 2012. Dieser berechnet nach nur wenigen Angaben, wie viel Netto vom Brutto bei einem bestimmten Gehalt bliebe.

Wie funktioniert der Gehaltsrechner 2012?

Wer den Gehaltsrechner 2012 verwenden möchte, der braucht eigentlich nur sein monatliches oder jährliches Bruttoeinkommen. Weitere Informationen, die häufig abgefragt werden, drehen sich um einen möglichen geldwerten Vorteil (Sachleistungen des Arbeitgebers), den jährlichen Steuerfreibetrag, die Steuerklasse, die Art der Krankenversicherung, die Art der Sozialversicherungen, ein möglicher Kinderfreibetrag, das eigene Alter sowie das Bundesland, in dem man arbeitet. Bei Punkten, bei denen man unsicher sein könnte (wie zum Beispiel beim Steuerfreibetrag), hilft der Gehaltsrechner mit zusätzlichen Erklärungen, so dass man problemlos die richtigen Ergebnisse ermitteln kann. Wer eine Frage nicht versteht, die nicht noch einmal erklärt wird oder aber auch die Erklärung nicht versteht, der sollte sich die Mühe machen, diesen speziellen Punkt noch einmal im Netz zu recherchieren. Dazu genügt es meist schon, nach einem Steuer-Glossar oder einem Gehaltsglossar zu suchen. Ein Glossar ist ein spezialisiertes Lexikon zu einem Thema. Der Ausdruck kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet „fremdes Wort“. Es bedeutet, dass man in den Glossaren Erläuterungen zu den unterschiedlichen Spezialbegriffen findet.

Comments are closed.