Musterdepot für Aktien
Ein Musterdepot für Aktien und andere Wertpapiere ist eine Art Börsen- und Geldanlagesimulation, die zeigt, wie sich von Ihnen angelegtes Vermögen entwickelt HÄTTE, wenn Sie es denn real angelegt hätten. Lesen Sie am besten gleich weiter, wie es funktioniert und was es dabei zu beachten gilt.
Die Mischung aus Realität und Simulation
Jedes Musterdepot basiert zu einem Großteil auf dem realen Börsengeschehen. Derjenige, der das Musterdepot für sich selbst führt, überlegt wie er denn das Geld anlegen würde. Dazu stehen ihm die echten Börseninformationen und die echten Werte zur Verfügung. Wer beispielsweise auf den Automobilsektor setzen möchte, der kann sich in sein Musterdepot eben diese Werte legen. Er fängt mit einem fiktiven Anfangskapital an und handelt sozusagen auf dem Papier. Kauft er diese Papiere dann, werden sie rein virtuell und fiktiv in sein Depot eingebucht. Jeden Tag oder auch mehrmals am Tag kann der Anleger dann dieses Depot abrufen und nachsehen, wie sich die Werte entwickelt hätten. Dabei bildet das Musterdepot fast perfekt die tatsächliche Entwicklung an den Märkten ab mit einer einzigen Ausnahme: Bei sehr kleinen Aktien können wenige echte Orders schon den Kurs beeinflussen, so dass ein Musterdepot eher für marktgängigere Aktien echte Aussagekraft hat. Schon nach einigen Wochen sieht der Anleger, ob sich seine Tipps oder seine Gedanken in barer Münze ausbezahlen würden. Wenn dann noch kalkulatorisch ein ungefährer Wert für Kauf- und Verkaufsgebühren abgezogen wird, dann kommt dieses Musterdepot der echten Entwicklung schon bis auf den Bruchteil eines Prozentpunktes nahe.
Mit diesen Werten kann man nachrechnen
Jetzt kann der Anleger jedes Quartal oder auch jeden Monat ein Fazit ziehen: Wie hat sich der Depotbestand entwickelt und welche Werte haben sich hervorragend und welche unterdurchschnittlich entwickelt. Auch Fehler können gemacht werden, denn noch geht es ja nicht um echtes Geld. Sondern “nur” um das Kennenlernen der Märkte. Nur deshalb in Anführungszeichen geschrieben, weil man schon alle Fehler und Erfolge erleben kann, die das echte Börsenleben bietet. Dazu gehören sowohl sich gut entwickelnde Anlagen und Aktien, als auch Verlustbringer. Jetzt können auch sukzessive Strategien entwickelt und Muster eingeübt werden: Wie haben sich negative Entwicklungen angekündigt, hätte ein automatischer Verkauf (Stop-Loss) bei 10 % Verlust gewirkt? Deshalb kann man viele Fragen schon vorab beantworten und die gröbsten Fehler auf der Lernkurve in der Simulation erleben, bevor man ganz vorsichtig erstmals echtes Geld investiert.
Im Prinzip ist es egal, wo man ein Musterdepot eröffnet. Möglich ist dies bei Finanzportalen, Börsen und Onlinebrokern. Wer auf bestimmte Funktionen Wert legt, sollte vorher einen Musterdepot Vergleich durchführen z.B. unter http://musterdepot-anlegen.de/musterdepot-vergleich/. Genrell ist ein Musterdepot kostenlos, einige bieten aber zusätzlich noch den Zugriff über Smartphones an und sogar Alerting-Funktionen. In diesem Fall versendet der Musterdepot Anbieter eine SMS oder E-Mail, wenn ein beobachteter Wert eine bestimmte Kursschwelle erreicht oder unterschreitet.
